2018 – der beste Weinjahrgang seit dem Neubeginn

2018-12-07T16:08:41+00:006. Dezember 2018|Aktuelles, Wein|

Der Sommer 2018 hatte es in sich: Sonne ohne Ende, kaum Niederschläge. Die Bauern jammern, die Winzer jubeln. Sie haben, so sieht es jedenfalls jetzt schon aus, einen Rekordjahrgang eingefahren. Die Kurzformel „viel und gut“ bringt es auf den Punkt!

Während manche Betriebe ihre Traubenernte bereits im August begannen, hat das Team des Schlossguts Frankenberg die Nerven behalten und die optimale Reife abgewartet. Seine Weinlese startete „erst“ am 11. September und endete am 11. Oktober, abgesehen von einigen kleinen Partien, die noch für edelsüße Beerenauslesen im Weinberg hängen und aufgrund ihres kerngesunden Zustands auf ganz und gar außergewöhnliche Weine hoffen lassen.

Die Trauben wurden per Hand geerntet, bis zu 18 Erntehelfer arbeiteten bei fast durchgängig gutem Wetter in der Frankenberger Schlosslagen Louisenberg, Hölle und Wolfsgrube.

Es war eine herausragende Lese. Die Menge lag bei 25 Prozent über dem Durchschnitt der letzten Jahre. Diese außergewöhnliche Quantität wurde noch von der Qualität des Jahrgangs 2018 übertroffen: Das durchschnittliche Mostgewicht, das den natürlichen Zuckergehalt der Trauben bestimmt, der Sorten Weißburgunder, Riesling und Silvaner lag zwischen sagenhaften 95 bis 100 Grad Öchsle.

Die Sonne hatte also ganze Arbeit geleistet, im Sommer und Spätsommer, gemäß der alten, sehr bildhaften Winzerregel: Im August sollen die Trauben kochen und im September braten. Am letzten Lesetag fuhren die Mitarbeiter einen betriebsinternen Rekord ein: Traminer-Trauben mit 120 Grad Öchsle.

Weinmacher Adrian Graf von Hoensbroech spricht deshalb auch vom besten Jahrgang auf Schloß Frankenberg. Er erwartet frisch-fruchtige Weine, wobei der Frankenberg-Riesling dieses üppigen Jahrgangs auch in der Säure stabil geblieben ist. Von dieser Rebsorte verspricht er sich für 2018 besonders interessante Weine: „Das Lesegut war noch nie so gut und gesund wie dieses Jahr. Und der abgepresste Most ging so leicht wie noch nie in die Gärung.“ In einem der Edelstahltanks gären nun 6.000 Liter Riesling mit einem Mostgewicht von 100 Grad Öchsle. Das entspricht dem Prädikat der Auslese, also höchster Qualität für einen trockenen Wein.

Der Weinmacher schwärmt auch von einem Silvaner, den er am ersten Lesetag geerntet hat. „Der ist so wunderbar sauber im Geschmack – und ohne irgendein Dazutun im Keller schon fast fertig. Der ist zwar noch etwas trüb und nicht filtriert, aber man könnte ihn in zwei, drei Wochen trinken. So etwas erlebt man so kurz nach der Lese sehr selten.“

Vielleicht gibt es also für die Weinfreunde von Schloß Frankenberg zum Jahresende eine kleine Überraschung aus dem Jahr 2018.

Diese Website benutzt Cookies und Tools von Drittanbietern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Mehr Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung! Ok, verstanden!